Hof und Garten

Geht man durch das Nordtor der Tenne, gelangt man in den romantischen Innenhof des Anwesens und blickt auf die Scheune, Pferde- und Kleintierställe am hinteren Ende des Hofes. Unter der Scheune gab es einen großen Weinkeller. Links von der Scheune befanden sich die Wagenremisen.

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Steht man vor der Scheune und blickt zurück, präsentiert sich die nördliche Renaissance-Fassade des Wohnhauses.

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Rechts schließt der wunderschöne Seitentrakt an, dessen Nordfassade in wunderschöner Fachwerkbauweise errichtet wurde.

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Früher hatte das Wohnhaus nach Norden hin zwei Seitenflügel. 1677 vernichtete ein Brand den einen östlichen Flügel und auch das Hauptwohnhaus wurde dabei nicht ganz verschont. Die Schäden am Haupthaus waren 1678 wieder behoben. Auf den Wiederaufbau des Seitenflügels verzichtete man jedoch und legte vielmehr auf dessen Schutt den heutigen Garten an, woraus sich dessen erhöhtes Niveau gegenüber dem Hof erklärt. In diesem Jahr wurden auch die beiden heute noch stehenden Eiben gepflanzt.

Unter den Eiben befindet sich eine romantische Sitzgarnitur aus Stein. Der Barock-Löwe vom Jahre 1714 hält in seinen Pranken die Wappen der Patrizier-Familien von Staudt und Winterbach, die damals eine eheliche Verbindung eingingen. Der Löwe nebst Steintisch und Steinbank stand früher im Garten des Toppler-Schlösschens im Taubertal, das Katarina von Winterbach ihrem Gatten in die Ehe einbrachte. Beim Verkauf des Toppler-Schlösschens 1867 wurde die Steingruppe hierher gebracht.

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Durch die an vielen Fensterläden und Türen sichtbaren Farben Schwarz-Gelb des Hauses Habsburg sollten die Kaiser des alten Deutschen Reiches geehrt werden, von denen zwei auch im Staudthof logiert haben, ebenso wie Marie-Eleonore, die Gemahlin des Schwedenkönigs Gustav-Adolf.

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